7 Wochen ohne Multitasking – ein Experiment!

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7 Wochen auf etwas zu verzichten, um sich auf Wesentliches zu konzentrieren – ich schätze diese Praxis. Jedes Jahr lasse ich mir etwas einfallen, um die traditionelle Fastenzeit für mich mit neuem Leben zu füllen.

Was werde ich also 2015 tun? Wieder auf Schokolade oder Alkohol verzichten? Eher langweilig.

Ich suchte nach etwas steilerem. Etwas, was mich mehr herausfordert.

Ich fand meine Challenge: 7 Wochen ohne Multitasking.

Multitasking ist zur Volkskrankheit geworden: Ständig macht man mehrere Sachen gleichzeitig, tippt SMS, während man mit Freunden im Café ist, ruft in Meetings Emails ab, kann sich kaum mehr auf eine Sache konzentrieren.

Diese Krankheit hat üble Auswirkungen: Erhöhung des Stresspegels, Verminderung der Konzentration, Absinken des IQ um 10% weniger effektives Arbeiten, Verringerung der Aufmerksamkeitsspanne und vieles mehr.

Ich bin infiziert. Ich neige zum Multitasking. Dauernd. Es fällt mir schwer, lange bei einer Aufgabe zu bleiben. Nicht „schnell mal noch“ etwas anderes zu machen. Oder während ich einen Artikel schreibe oder an einem Projekt arbeit, nebenbei noch mal kurz in meine Mails zu schauen oder auf den Kontostand. Oder bei Facebook nachzusehen, was im Leben meiner Freunde los ist.

Was genau ist Multitasking?

Multitasking ist eigentlich ein nicht korrekter Begriff. Es bedeutet, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen.

In dem Begriff Multitasking verbirgt sich die Illusion, man könnte zwei oder mehrere Dinge gleichzeitig tun. Etwa kochen und sich unterhalten. Von außen betrachtet wirkt es tatsächlich so.

Genauer betrachtet springt das Gehirn jedoch ständig zwischen den unterschiedlichen Aufgaben hin – und her. Pro Wechsel braucht es 3 Sekunden Umschaltzeit braucht.

Das geht problemlos, so lange alles in Ordnung ist. Ja man kann zwischen Fahrradfahren und Gesprächsführung hin – und herwechseln. Doch spätestens dann, wenn es schwierig wird – wenn man etwa auf einer glatten Fahrbahn ausrutscht oder das Gespräch sehr intensiv wird, konzentriert man sich nur auf eine Aufgabe. Mehr ist bei dem, wie unser Gehirn geschaffen wurde, nicht drin.

Das erlebt man, wenn man in einem Meeting oder beim Telefonieren nebenbei Mails schreibt und meint, man könnte trotzdem zuhören. Wenn dann der Referent oder Gesprächspartner plötzlich eine Frage stellt, merkt man, dass man Wesentliches verpasst hat.

Das menschliche Gehirn ist – anders als ein Computer – nicht in der Lage, sich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu konzentrieren. Es richtet die Aufmerksamkeit immer auf das, was ihm gerade am wichtigsten erscheint. Und dann erst auf den nächsten Reiz. Wenn mehrere Reize oder Anforderungen gleichzeitig auf das Gehirn einströmen, springt es schnell von einem zum anderen.

Korrekter wäre der Begriff Switch – Tasking, um zu beschreiben, dass man zwischen Aufgaben wechselt. Oder RST – rapid switch tasking um den schnellen Wechsel zwischen den Aufgaben zu beschreiben.

Was macht Multitasking mit uns?

Die Erfoschung von Multitasking und auch der Auswirkung, die Unterbrechungen auf uns haben ist relativ neu. Dennoch zeigen erste Forschungsergebnisse eine deutliche Tendenz.

  • Multitasking vermindert den IQ um 10%
  • Multitaksing erhöht den Stresslevel.
  • Multitasking vermindert die Konzentration.
  • Je öfter man Multitasking praktiziert, um so schlechter wird man darin.

Grund genug, mal auszuprobieren, wie es auch anders gehen kann.

kalender_067 Wochen ohne Mulittasking – was genau werde ich tun?

In der Vorbereitung auf die 7 Wochen ohne habe ich mir überlegt, in welchen Situationen ich besonders zum Switch-Tasking neige. Und worauf genau ich verzichten will.

7 Wochen ohne Multitasking – meine 5 Herausforderungen: 

  • Konzentration bei Begegnungen: Mich 100% auf den Menschen ausrichten, mit dem ich zusammen bin. Also z. B. das Handy ignorieren, wenn ich mit Menschen rede.
  • Konzentration beim Wegräumen: Eine Sache zu Ende bringen. Dann zur vorherigen Aufgabe zurückkehren. Nicht von einem ins nächste gehen. Also, wenn ich eine Teetasse wegräume, nicht schnell noch die Spülmaschine ausräume, dann die Blume gieße, dann noch…
  • Essen: Mich 100% auf die Nahrungsaufnahme konzentrieren. Also beim Essen nur Essen – nicht noch Zeitung lesen, Nachrichten abfragen etc.
  • Unterbrechnungen: Nach Unterbrechungen zur vorherigen Aufgabe zurückkehren.  Mich von Anrufen, Nachfragen etc. nicht verleiten lassen, in das nächste reinzuspringen, statt das vorherige abgeschlossen zu haben. Papierpost und Mails nicht nur anlesen und dann im Posteingang liegen lassen, sondern gleich fertig bearbeiten.
  • Arbeit: Konzentriert am Block an einen Text, Projekt etc. arbeiten, bevor ich zu einer anderen Aufgabe wechsle. Also z. B. Texte fertig schreiben, ohne zwischendrin mal Emails checken.

7 Wochen ohne Mulittasking – meine Erfahrungen teilen

Das Projekt mache ich in erster Linie für mich. Ich leide unter den Auswirkungen, die sich durch Multitasking in mein Gehirn eingschlichen haben. Ich möchte eine Frau sein, die fokussiert, kraftvoll und klar an einer Aufgabe bleibt. Ganz klar!

Und: Ich bin leidenschaftliche Trainerin in Coach. Wenn ich etwas entdeckt habe, was ich für hilfreich halte, teile ich es sehr gerne mit anderen. Deshalb werde ich in den nächsten Wochen – in der Regel immer Dienstag Vormittag – zum Thema Multitasking bloggen. Ich werde viel lesen und für euch das zusammenfassen, was ich zu dem Thema gelernt habe. Zum anderen werde ich natürlich von meinen Erfahrungen berichten.

Frage: Was sind deine Erfahrungen mit Multitasking?

  • Wann neigst du besonders zu Multitasking?
  • Was hilft dir, dich besser zu fokussieren?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und unser gemeinsames Lernen.

Teil 2 folgt nächste Woche.

Buchtipp

Kerstin Hack. Achtsamkeit. Impulse im Hier und Jetzt zu sein. Kerstin Hack: Achtsamkeit. Impulse im Hier und jetzt zu sein.

Ein paar Dinge über Fokus habe ich schon gelernt – zumindest in der Theorie. Ich habe sie in einem Impulsheft zusammengefasst.


Als Führungskraft Freiraum gewinnen

550405_199430650189663_457593789_nMeine Ideen fallen wie Steine vom Himmel

und gefährden mein Leben…

Heinz Mark

Freiraum gewinnen

Als visionäre Unternehmerin entwickle ich ständig Neues. Das ist auch gut so. Das kleine Problem: Mit den neuen Ideen kommen auch neue Aufgaben – ohne dass die alten Aufgaben sich in Luft auflösen. Da droht die Gefahr von Überlastung.

Selbst wenn man nicht so visionär ist wie ich: Viele Führungskräfte erleben, dass sie so mit aktuellen, dringenden und oft wichtigen Aufgaben zugeschüttet sind, dass ihnen die Zeit für das eigentlich Wichtige, das Konzeptionelle und Planerische fehlt.

Bei Unternehmenscoach Stefan Merath habe ich einen hilfreichen Weg gefunden, dieses Dilemma zu bewältigen. Er nennt es Shit-List. Da ich Fäkalsprache nicht so mag, heißt die Liste bei mir etwas feiner: Das ist blöd, wenn ich es tue. Oder kurz „Doofkram – Liste“.

So geht´s:

Auf die Shit- oder Doofkram-Liste kommt alles

  • womit du dir während der Arbeitszeit die Zeit vertreibst, ohne dass was dabei rauskommt. Jeder hat ja so seine Strategien, um herausfordernden oder unliebsamen Aufgaben aus dem Weg zu gehen: Mal schnell noch zu Facebook oder in ein Nachrichtenportal oder (zu) lange mit Kollegen reden, oder… das ist mal ok, aber wenn es regelmäßig wertvolle Denk- und Arbeitszeit stiehlt, sollte man überlegen, ob man das beibehalten will.
  • Alle Tätigkeiten, die nicht zu deinen Kernaufgaben gehören und die jemand anderes erledigen könnte. Das können gerade auch die Kleinigkeiten sein, die man als Führungskraft „mal eben“ macht, weil es ja nur ein paar Minuten dauert. Und die – summiert am Ende – doch eine Menge Zeit kosten.

Die Liste hat zwei Funktionen: 

  • Zum einen erinnert sie allein durch ihre Anwesenheit daran, dass es Sinn macht, zu überdenken, was man tut.
  • Zum zweiten hat man jetzt einen Platz, an dem man Aufgaben, die man gern loswerden will, sammeln kann. Manchmal hat man vielleicht sofort eine Lösung. Manchmal steht ein „blödes Ding“ eine Weile auf der Liste, bevor man weiß, an wen oder wie man es abgeben kann. Auch das ist ok. Kommt Zeit, kommt Idee.

Erste Resultate

Ich führe diese Liste seit Anfang Oktober 2014. Bisher habe ich mich bei einigen Dingen ertappt, die Zeit kosten, ohne dass sie wirklich etwas bringen. Und übe mich nun darin, diese Dinge zu lassen. Und ich habe schon eine Handvoll Aufgaben gefunden, die ich gut abgeben konnte. Es gab einige, die nur ein paar Minuten pro Woche in Anspruch nahmen wie etwa Überweisungen von Paypal auf das Firmenkonto zu übernehmen. Andere, die aufwändiger waren – wie etwa neue Software zu installieren. Klar kann ich das (naja, nicht immer). Aber es ist weit besser, ich gebe das ab und konzentriere mich auf meine wichtigeren Aufgaben. Ich schätze, dass ich bisher eine Stunde Zeit pro Woche frei geräumt habe. Das ist schon mal ein guter Anfang.

Eine ähnliche Liste kann man auch für private Aufgaben machen. Es kann Sinn machen, sich Lebensmittel oder Socken – die gibt es als Abo – liefern zu lassen. Oder manche Aufgaben an Dienstleister zu delegieren, wenn man dadurch mehr Zeit und Freiraum für die Dinge gewinnt, die einem wirklich wichtig sind.

Arbeistorganisation

In vier Wochen Schritt für Schritt lernen, die Arbeit besser und leichter geregelt zu bekommen.

Tipps: Viele weitere Ideen für effiziente Arbeitsorganisation gibt es im gleichnamigen Quadro.

Und natürlich im Online-Trainingskurs SAM – Seine Arbeit meistern, der dich in drei Monaten mit zwei Mails pro Woche dabei unterstützt, deine Arbeit besser zu strukturieren und gelassener anzugehen.

Kerstin Hack

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Öle gegen Schmerzen

CIMG1547Schmerzen können einem das Leben und Arbeiten schwer machen. Egal, ob es akute Schmerzen etwa nach einem Unfall oder durch einen verspannten Nacken sind.

Es sind jedoch nicht immer Chemiekeulen nötig, um Schmerzen zu bekämpfen. In vielen Pflanzen stecken Stoffe, die ähnlich wirksam sind wie Medikamente – nur praktisch ohne Nebenwirkungen. Wintergrünöl etwa lindert Schmerzen 40 x stärker als Aspirin.

Eine Übersicht über die verschiedenen Schmerzlindernden Öle gibt es hier.

Ein paar weitere Tipps zu Ölen allgemein (auch für Schönheit und klares Denken) auf Kerstinpur, dem Blog von Kerstin Hack.


Wasser trinken

CIMG0366In Japan und anderen asiatischen Ländern ist es üblich, den Tag damit zu beginnen, mehrere Gläser warmes oder zumindest nicht kaltes Wasser zu trinken. Das bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern  wirkt sich oft auch positiv auf Gewicht, Nieren, Lungen, Magen- und Blutdruck, Darmprobleme und die Atemwege aus.

Tipps

1. Morgens Wasser trinken

Gleich nach dem Aufstehen mehrere Gläser Wasser trinken. Am besten stellt man schon Abends einen Krug mit Wasser bereit oder eine Thermoskanne. Das Wasser sollte mindestens Raumtemperatur haben, da kaltes Wasser den Körper zu sehr schockt. Man kann auch etwas Zitrone ins Wasser tun, das reinigt den Magen. Danach etwa 45 Minuten nichts essen oder trinken.

2. Vor Mahlzeiten trinken

Am besten vor Mahlzeiten ein oder zwei Gläser Wasser trinken. Das stillt den Durst und vermindert den Heißhunger.

3. Zu und bis zwei Stunden nach den Mahlzeiten nichts trinken.

Getränke beim Essen verdünnen die Magensäure und kalte Getränke können fetthaltige Speisen „verklumpen“. Beides erschwert die Verdauung. Bei und bis ca. 2 Stunden nach Mahlzeiten auf Wasser und natürlich andere Getränke verzichten. Keine Sorge: ein Verdauungsespresso oder eine kleine Tasse Tee ist schon ok!


To-Do Listen und Projekte schlank halten

CIMG0045Viele von uns neigen dazu, ständig neue Aufgaben und Projekte auf ihre To-Do Listen zu setzen. Mit dem Ergebnis, dass gar nicht mehr in überschaubarer Zeit zu schaffen ist, was da alles drauf steht.

1 rein – 2 raus: Papiere kraftvoll und schlank halten

Vielleicht verwendest du die 1 rein 2 raus Regel schon für die Ablage von Unterlagen: Wann immer du ein Blatt ablegst, überlegst du gleichzeitig, ob zwei andere aus der gleichen Abteilung raus können. So bleiben Aktenordner schlank. Das gleiche gilt auch für neue Gegenstände, die du besorgst, neues Dekomaterial usw. Wann immer etwas Neues dazu kommt, gleich schauen, ob zwei oder wenigstens eine vorhandene Sache im Gegenzug gehen kann.

1 rein – 2 raus: Aufgaben und Projekte kraftvoll und schlank halten

Das gleiche kannst du in Bezug auf Aufgabne und Projekte machen; Wann immer du eine neue Aufgabe annimmst, überlege ob du eine alte dafür streichen kannst. Bei Projekten das Gleiche.  Wenn du das nicht tust, verkommt deine To-Do Liste zu einer schlechtes-Gewissen Liste, weil das was drauf steht ohnehin nicht zu bewältigen ist.Das wäre schade. Eine To-Do Liste soll bleiben, was sie ist: Ein effektives Werkzeug, das dir einen Überblick über die Aufgaben gibt, die du angehen willst und kannst.

 


Warnsignale für Stress

CIMG5854Es ist normal, dass man dann und wann einmal etwas gestresst ist. Stress ist leider ab und an zu ein – meist ungebetener – Gast in unserem Leben. Das ist ok – wenn er nach einer Weile auch wieder geht. Problematisch ist es nur dann, wenn man nicht mehr wahrnimmt, dass der Stress zu einem dauernden Mitbewohner geworden ist.

Körperliche Symptome

Der Körper übersetzt unser Innenleben ins Außenleben – und sendet uns Signale in der Hoffnung, dass wir sie wahrnehmen und gegensteuern.

  • Anspannung der Musklen, Rückenschmerzen
  • Zusammenbeißen der Zähne
  • Luft anhalten
  • Herzrasen, Herzflattern, hoher Blutdruck
  • Konzentrationsprobleme
  • Verkrampfter Magen
  • Ess- und Schlafstörungen
  • Erschöpfung / Kraftlosigkeit

Emotionale Symptome

Gefühle wie Hilflosigkeit und Überforderung, die oft dem Stress zu Grunde liegen, drücken sich in typischen Gedanken aus.

  • Das ist mir alles zu viel.
  • Alle wollen etwas von mir.
  • Ich bin total erschöpft.
  • Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Soziale Symptome

Wer gestresst ist, reduziert seine Offenheit für andere Menschen. Er kann nichts mehr aufnehmen und Zeit mit anderen genießen. Das zeigt sich auf verschiede Weise.

  • Emotionale Distanz – man lässt nichts mehr an sich heran
  • Ärger – schnell, häufig, heftig
  • Schnell reden oder gar nicht mehr
  • Überempfindlichkeit
  • Unkontrolliertes Essverhalten
  • Griff zu Aufputschmitteln oder Drogen von Koffein bis Medikamentenmissbrauch
  • Distanziertheit – nicht mehr ansprechbar sein
  • Druck gegen sich oder andere erzeugen.

Wer lernt, diese Signale frühzeitig wahrzunehmen, kann gegensteuern und sich und andere vor Schaden schützen.

Stress reduzieren Kerstin Hack Mehr dazu und auch zu erfolgreichen Gegenmaßnahmen gegen zu viel Stress gibt es in dem Quadro von Kerstin Hack: Stress reduzieren. Leicht und entspannt leben lernen.


Tipps für mehr Energie

CIMG0504 Du wünscht dir mehr Energie oder mehr Entspannung? Oder ein stärkeres Immunsystem?

Was du isst, kann ein Stück dazu beitragen. Hier einige Tipps für Powerfood, die als Bausteine zu mehr Power beitragen.

Für stärkeres Immunsystem

  • Beeren
  • Fetter Seefisch
  • Schwarzer Sesam
  • Chilli
  • Kurkuma (Gelbwurz)
  • Knoblauch
  • Ingwer

Für schönere Haut

  • Aloe Vera (innerlich oder äußerlich)
  • Karotten
  • Linsen
  • Sanddorn
  • Spirulina – Algen

Energie

  • Amaranth
  • Brokkoli
  • Emmentaler Käse
  • Lammfleisch
  • Roggenbrot

Entspannung

  • Erbsen
  • Roggen
  • Hafer
  • dunkle Schokolade (70%)
  • Walnüsse
  • Lachs

Guten Appetit!

 

 

 


Achtung: Widerstand

2013-01-10 14.11.22Widerstand von innen

Wenn du dich auf dem Weg machst, etwas zu verändern, wirst du Widerstand erleben. Zum einen, von deinem eigenen inneren Schweinehund und seiner ganzen Sippe, die dich an alten Mustern und Gewohnheiten festhalten wollen. Sie werden dir alle möglichen Negativbotschaften einflüstern, um dich von deinem Vorhaben abzubringen.

Die Schweinehunde kannst du besänftigen, indem du dir dein Ziel immer wieder klar vor Augen hälst. Nicht nur als Satz wie z. B. „Ich will ordentlicher werden!“ Sondern als Bild „Meine Umgebung soll die Klarheit und Ruhe einer nordischen Landschaft ausstrahlen (oder der Toskana, was auch immer dir lieber ist). Wie man Ziele setzt und so tief innerlich verankert, dass man sie leicher erreicht, erklärt Christoph Schalk ausführlich in dem Quadro „Ziele erreichen“

Widerstand von außen

Häufig kommt Widerstand nicht nur von innen, sondern auch von Außen. Von Menschen, die sich durch die Veränderungen, die du angehst, selbst in ihrer Trägheit angegriffen fühlen – obwohl du sie natürlich kein bisschen angreifst.

Vor ein paar Tagen habe ich etwas Interessantes erlebt. Ich ging Morgens zum Sport. Zwei bis dreimal pro Woche mache ich ein 20-minütiges Intensivtraining in einem nahegelegenen Sportstudio. Trainiert wird in kleinen Gruppen unter Anleitung. Ich bin motiviert – sonst würde ich nicht hingehen – aber nicht sooo motiviert, dass ich mich bis ans Äußerste gehen würde. Manchmal finde ich mich auch ein bisschen zu lasch. Mache die Übungen mit, aber gebe nicht immer alles.

Als ich am Montag pünktlich zu Trainingsbeginn ankam, hat ein Mann aus der Gruppe schon Übungen gemacht – noch vor Beginn. Mir rutschte ein „Du Streber“ raus. Darüber habe ich nachgedacht. Sein extremer Einsatz hat mir vor Augen geführt, was ich ohnehin schon wusste: „Ich bin da nicht super motiviert.“ Statt locker zu denken: „Das ist so und das reicht mir.“ fühlte ich mich unsicher. Und griff ihn an. Später habe ich mich für die unangemessene Bemerkung bei ihm entschuldigt.

Ich fand es sehr spannend, mich und meine inneren Prozesse zu beobachten.

– Ich sah einen Menschen, der etwas tat, von dem ich dachte, ich sollte es auch tun – ein bisschen mehr Ehrgeiz könnte nicht schaden….

– Ich verglich mich – und schnitt schlecht dabei ab. Ich fühlte mich schlecht.

– Um mich besser zu fühlen, griff ich den anderen an.

Solche Reaktionen werdet ihr – wenn ihr euch auf den Weg macht, etwas zu verändern, Dutzende von Malen erleben. Wenn du anfängst, dich regelmässig zu bewegen, werden die Bewegungsmuffel in deinem Umfeld dir Fanatismus vorwerfen oder dich entmutigen „Damit hörst du in zwei Wochen ohnehin wieder auf.“

Wenn du deine Ernährung änderst, werden „wohlmeinende“ Menschen dich davor warnen, es zu übertreiben „Willst du ein Strich in der Landschaft werden.“ Sie werden versuchen, Dinge abzumildern „So schlimm ist ein Stück Käsetorte doch nicht…“ Oder sie sagen dir, dass du es ohnehin nicht schaffst.

All das tun Menschen nicht, weil sie dir etwas Schlechtes tun wollen. Es ist vielmehr ein ungeschickter Versuch, sich selbst besser zu fühlen.

Was du tun kannst, wenn dir Widerstand von außen begegnet:

1. Vermeide – wo möglich – den Widerstand!

Du musst es dir nicht unnötig schwer machen. Sprich mit den Menschen über deine Veränderungspläne, von denen du ahnst, dass sie dich ermutigen werden. Erzähle anderen, die sich mit deiner Veränderung eher schwer tun werden, so wenig wie möglich davon.

– Wenn du abnehmen willst, dann vermeide – für eine Weile – den Kontakt mit Menschen, die mit Gewichtsproblemen zu kämpfen haben. Verbringe eher Zeit mit denen, die schlank sind und sich gut und gesund ernähren.

– Wenn du in Bewegung kommen willst, verbringen wenig Zeit mit trägen Menschen. Unternimm viel mit Freunden, die selbst aktiv sind.

– Wenn du dein Leben tatkräftig angehen und die Dinge besser geregelt bekommen willst – dann suche den Kontakt zu Menschen, die genau das ausstrahlen.

Es ist wissenschaftlich erwiesen: Wir gleichen uns den Menschen an, mit denen wir viel und intensiv Zeit verbringen. Wähle sie – gerade in einer Veränderungsphase – sorgsam aus.

2. Gehe gelassen mit Widerstand um

Wenn Menschen deine guten Vorsätze eher schlecht machen, dann denke gelassen: Das tut er nicht gegen mich – er tut es für sich. Er sagt das, damit er sich nicht so schlecht fühlt. Sie kritisiert, weil sie weiß, dass sie sich selbst verändern sollte. Lass die Probleme der anderen bei ihnen. Reagiere gelassen: „Du magst das so sehen – ich möchte gern bei meinem Kurs bleiben!“


Ordnung schaffen – mit Unterstützung

550405_199430650189663_457593789_nAlles ist unordentlich – man hat den guten Vorsatz, endlich aufzuräumen, aber die ganze Arbeit liegt wie ein Berg vor einem und lähmt? Das muss nicht sein.

Der Aufräumcoach bietet Tipps rund ums Aufräumen und Ausmisten. Und packt selbst mit an. Wer es sich leisten kann, kann sich den Ordnungsservice mieten und erhält Unterstützung beim Auf- und Ausräumen und beim Etablieren einer neuen, besseren Struktur.

Viele praktische Tipps zum erfolgreichen Ausmisten und Aufräumen bietet auch das Impulsheft Loslassen.

 

 


Stress reduzieren durch Körperhaltung

2015-09-26 15.57.34Unsere Seele wirkt sich auf unseren Körper aus – das weiß jeder. Doch es ist auch umgekehrt. Unsere Körperhaltung wirkt auch auf unsere Hormone und damit auf unsere Stimmung zurück. Versuche einfach einmal mit herunterhängenden Kopf, hängenden Schultern und zusammengesunken überzeugend zu sagen: „Heute ist ein wunderbarer Tag.“

Oder mit erhobenen Armen, nach oben gestrecktem Kinn zu formulieren: „Mir geht es gerade total schlecht.“ Es wird vermutlich nicht gut funktionieren.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass schon zwei Minuten in einer Körperhaltung, die Sieg oder Macht ausdrückt (im „V“ Haltung erhobene Arme, vorgestrecktes Kinn oder Hände in die Hüften gestemmt, breiter Stand), genügen, um den Hormonhaushalt positiv zu beeinflussen.

Das Aktivitätshormon Testosteron steigt um ca. 20% an, das Stresshormon Cortisol hingegen nimmt um ca. 20% ab. Bonus: Auch andere Menschen nehmen einen positiver wahr.

Vor wichtigen Gesprächen empfiehlt es sich also, nicht zusammengekauert in einer Haltung von Machtlosigkeit und Niederlage dazusitzen, sondern besser zu stehen, Arme in die Hüften…

Wer will, kann sich auch angewöhnen, seinen Hormonspiegel regelmäßig positiv zu beeinflussen. Stress haben wir alle genug, da tut eine Absenkung generell gut.

Man kann zum Beispiel immer, wenn man telefoniert oder sich ein Getränk holt, aufstehen und einen Arm in die Hüfte stemmen. Sich zurücklehnen, Füsse auf den Tisch funktioniert auch. Oder immer wenn man einen Weg läuft, bewusst eine machtvolle Haltung einnehmen. Nicht für die anderen, sondern für dich selbst.

Mehr dazu im Ted-Vortrag der Harvard Business School Dozentin Amy Chuddy „Your body language shapes who you are.“ Leider nur auf Englisch – aber man kann sich die englischen Untertitel einblenden lassen, um es besser zu verstehen.