Geschichte

IDA begann mit dem Quadro „Gottes Vaterliebe“ von Esther und Manfred Lanz. Die Autoren erzählen hier, was sie bewogen hat, dieses Quadro zu schreiben:

Viele Menschen wissen im Kopf, dass Gott sie liebt, aber diese Wahrheit ist nicht in ihrem Herzen angekommen. Uns – Manfred und Esther – ging es auch so. Seit vielen Jahren waren wir Christen und hatten unser Leben auf Gott ausgerichtet. Ich (Manfred) folgte einem Ruf in den geist­lichen Dienst und wurde Pastor. Unseren drei Kindern, die wir aus dem Ausland ad­optiert hatten, wollten wir gute Eltern sein. Auf unserem Weg mit Gott gab es Höhen und Tiefen. Wir machten beglückende, aber auch schmerzhafte Erfahrungen.

Vor einigen Jahren kamen wir beide dann – zeitlich etwas versetzt – in eine heftige Lebenskrise. In dieser Zeit wurde unser damaliges Glaubensfundament kräftig er­schüttert. Geprägt von einem eher angst­besetzten und leistungsorientierten Got­tesbild bemühten wir uns darum, Gott zu gefallen und seine Anerkennung zu verdie­nen. Wir hatten zunehmend Herausforde­rungen und Probleme – familiär, gemeind­lich, gesundheitlich und innerlich.

Wir konnten unseren eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Wir glaubten, dass Gott uns liebt und uns auch in schweren Phasen durchtragen will. Das ge­hörte in die Kategorie theologischer Aussa­gen, deren Richtigkeit wir nie angezweifelt hätten. Doch die Realität fühlte sich jetzt ganz anders an. Gottes Liebe schien unend­lich weit weg. Unser bisheriger Glaube gab uns nicht mehr wirklichen Halt. Während dieser Zeit bat ich (Esther) Gott fast täglich: »Lass mich deine Liebe in allen Dimensi­onen in meinem Herzen erfassen und in ihr verwurzelt und gegründet sein« (inspiriert von Epheser 3,17-18).

Wir hatten eine tiefe Sehnsucht, neu von Gott berührt zu werden. Am Tiefpunkt un­seres Lebens zeigte er uns seine Liebe wie nie zuvor. Wir fingen an zu begreifen, dass Gott uns wirklich liebt und annimmt, wie wir sind. Ein Prozess begann. Diese Wahr­heit erfüllte uns zunehmend. Vieles in uns löste und entspannte sich. Wir schöpften neuen Mut und neue Hoffnung.

Seitdem erkennen und erleben wir Gottes Vaterliebe immer mehr. Dadurch ist tiefes Vertrauen zu Gott gewachsen, das auch in schwierigeren Phasen tragfähig ist. Im Lauf der letzten Jahre haben wir viele prak­tische Zugänge entdeckt, wie wir Gottes Liebe vom Kopf ins Herz bekommen. Ei­niges von dem, was uns sehr kostbar ge­worden ist, haben wir in diesem Quadro zusammengefasst.

Das war 2010. Mittlerweile ist das Leben weitergegangen. Esther Lanz ist an Krebs verstorben, beide erlebten auch in der Krankheitszeit und Trauerphase die Liebe des Vaters. Esther sieht den Vater, dessen Liebe sie so bewegt hat, jetzt mit eigenen Augen.

Ich glaube von ganzem Herzen, dass man fast alles lernen kann, was man will – wenn man es sinnvoll und hilfreich aufbereitet bekommt – auch geistliche Inhalte. Als Coach und Referentin begleite ich häufig Menschen bei Veränderungsprozessen und liebe es, sie Schritt für Schritt in Neuland zu führen. So ist der Wunsch entstanden, das, was Esther und Manfred mit dem Quadro begonnen haben, fortzuführen und zu vertiefen.

In den ersten Monaten des Jahres 2015 habe ich mir dann die Zeit genommen, den Kurs zu entwickeln. Ich habe die Texte um weitere Impulse ergänzt und manches, vertieft. Und Impulse, kreative Ideen und weiterführende Gedanken hinzugefügt. Mein Ziel damit war, dazu beizutragen, dass du und andere Gott tiefer erfahren können. So ist IDA entstanden.

Es ist mein Wunsch, dass IDA dir und anderen Menschen hilft, Gottes Vaterliebe im Kopf und Herzen zu begreifen.

 

Kerstin Hack