Mit 90 noch fröhlich tanzen

Dieser Beitrag stammt aus meinem persönlichen Blog „Kerstinpur“ – weil er so gut zu LEA passt, poste ich ihn auch hier. Wenn er euch inspiriert, dann teilt ihn doch auch mit anderen.

2011-04-26 02.32.58Heute Morgen war es beim Trampolinspringen auf dem Balkon bitterkalt. Vielleicht hätte ich mir doch einen Pullover anziehen sollen? Ich habe durchgehalten.

Motiviert hat mich vor allem eine alte Lady, die ich vor Augen hatte. Genauer gesagt, die Lady, die ich mit 90 gern sein möchte.

Vor einigen Jahren las ich das biographische Buch „Ein Jahr am Meer“ von Joan Anderson. Joan, eine frustrierte Mit-Fünfzigerin die mit sich und dem Leben nichts mehr anzufangen weiß, begegnet einer anderen Joan: Joan Erikson, der Witwe des Psychologen Erik Erikson, auf den die Unterteilung des Lebens in verschiedene Abschnitte zurückgeht.

Im Gegensatz zu der gefrusteten Joan sprüht die vierzig Jahre ältere Joan vor Leben schier über. Als sie bei einem Spaziergang einen Teich im Wald entdecken springt sie hinein – aus lauter Lebenslust. Sie ist körperlich fit geblieben – trainiert täglich auf dem Stepper – und geistig erst recht. Mit über 90 beschließt sie, das Werk ihres Mannes zu ergänzen: „Das, was wir mit 70 über das Alter geschrieben haben, war noch unreif. Das muss  noch einmal überarbeitet werden.“

Mich hat das inspiriert. Und ich habe beschlossen:

Mit 90 möchte ich eine Frau sein

  • die körperlich fit und beweglich ist
  • die sich stylish und in bunten Farben kleidet und sich an Schönheit freut
  • die sich immer noch weiterentwickelt und dazu lernt
  • die in andere investiert und ihnen Lebenssinn und Mut vermitteln kann
  • die sich an ihren Gott und am Leben freut.
  • die so attraktiv ist, dass Menschen gern Zeit mit ihr verbringen

Wie ich mit 90 bin, fängt heut an. Ich habe es nicht 100% in der Hand, ob Unfälle oder Krankheiten mein Leben einschränken oder gar beenden. Das ist jenseits meiner Macht. Doch was ich heute dazu beitragen kann, um später eine fröhliche 90-Jährige zu sein.

Heute möchte ich

  • Meinem Körper gutes tun, ihn beweglich und fit halten
  • Mich so ernähren, dass es mich stärkt
  • Schönheit genießen
  • Negatives ablegen, Trost empfangen und das Gute wahrnehmen
  • Etwas Neues lernen
  • Mich an Gott und am Leben freuen

Die – eigentlich 0ptimalen – 20 Minuten Trampolin am Morgen habe ich heute nicht geschafft ….doch das Bild der 90-jährigen Kerstin vor Augen hat mich ermutigt, einige Minuten durchzuhalten -und auch das Wissen darum, dass jede Minute Bewegung mir mehr Schwung und positive Gefühle für den Tag gibt – was bis zu 8 Stunden lang anhält.

Jetzt kommt die Sonne raus. Ich springe noch ein paar Minuten. Und freue mich am Leben.

Noch  ein Buchtipp. In dem Quadro Lebensfreude habe ich einige meiner Lieblingsstrategien für mehr Lebensgenuss aufgeschrieben. Und in meinem Online-Kurs LEA – Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung verrate ich meine Geheimtipps. Nachmachen und / oder eigenes entwickeln ausdrücklich erlaubt.


Umgang mit Unsicherheit

Feiern

In einer LEA Mail hatte ich davon geschrieben, dass ich mich manchmal unsicher fühle, wenn ich zu Parties gehe, wo ich niemanden kenne. Das Gefühl der Unsicherheit, das sich in solchen Situationen einstellt, kennt sicher fast jeder. Eine Teilnehmerin fragte mich daraufhin, was ich denn tue, wenn ich mich mich bei einer Party unwohl fühle.

Was mir hilft:
– Einfach mit jemanden ein Gespräch anfangen und fragen, woher er / sie die Gastgeber kennt. Der gemeinsame Kontakt ist oft ein unverfänglicher Gesprächsanfang. Weiteres kann sich dann ergeben.
– Mich zu einer Person stellen, die alleine ist, aber nett aussieht und irgendeinen Kommentar übers Essen, Wetter usw. machen.
– In die Küche oder zum Büffet gehen. Dort entwickeln sich die entspanntesten Gespräche.
– Nicht bei einer Person klebenbleiben, sondern nach einer Weile wechseln…
– Wenn die Situation wirklich unangenehm ist und ich gar keinen Zugang zu anderen Menschen bekomme: auf den Balkon oder ins Bad gehen, mir selbst Einfühlung geben „Boah, das ist schwierig hier.“ Überlegen, was ich jetzt brauche und tun kann, um mich wieder sicherer zu fühlen oder die Zeit trotzdem zu genießen. Und vielleicht auch kurz darum beten, dass mir Zugang zu Menschen geschenkt wird.

Eines davon hilft mir meistens.

Wenn alles nicht hilft, kann ich immer noch gehen.

Und zu Feiern, bei denen ich weiß, dass sie mir nicht entsprechen (z. B. zu Feiern in Clubs, bei denen extrem laute Musik gespielt wird und man sich nicht unterhalten kann oder zu Feiern, bei denen ich ahne, dass sehr viel Alkoho) gehe ich einfach nicht hin. Warum auch?


Gastgeber

ProstAb und zu sollte man sich selbst zu Gast haben: Einladung zur Besinnung und zum Verwöhnen. Die Mühe sollte sich jeder wert sein. – Kristiane Wybranietz